SCIENCE

von Ibra N'Diaye und Tizian Rein

Der Mensch ist sich seiner Vergänglichkeit bewusst und strebt seit jeher an, sich in den wechselnden Gezeiten der Geschichte einen ewigen Platz zu suchen. Auch wenn der Körper sterblich ist und irgendwann nicht mehr existiert, so will er dass sein Geist und seine Taten nicht vergessen werden sollen. Der Mensch erkennt, dass er sterben wird. Über den Tod hinaus versuchten Pharaonen und Könige mit phantastischen Bauwerken ihre Macht und Stärke für alle Zeiten zu demonstrieren. 

Der Mensch will nicht vergessen werden.

Ur-Arche

von Benedikt Mündelein und Fabio Bernardy


Raum und seine Wahrnehmung als ein Zusammenspiel vieler untrennbarer Ereignisse.

Ludens Facilis – Gabriel Palombo

Interstellar Overdrive – Ludens Facilis

„1440 – Das Glatte und das Gekerbte“

Deleuze, Gilles/ Guattari, Félix (1980)

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Mit dem Verhältnis zwischen den im Raum befindlichen Menschen und der ihnen
gegenüberstehenden Ordnungssystematik beschäftigen sich Gilles Deleuze und Félix
Guattari in ihrem Buch „Tausend Plateaus“. Darin stellen sie einem „gekerbten Raum“,
der durch Grenzen und Reglementierungen bestimmt ist, den Raum der Sesshaften,
einen „glatten Raum“, der durch Offenheit bestimmt und grenzenlos ist, den Raum der
Nomaden entgegen. Der glatte Raum ist Grundlage für die Entwicklung der
Kriegsmaschinerie, während der Staatsapparat den gekerbten Raum schafft. Sie
existieren allerdings beide nur aufgrund ständiger Vermischung: „der glatte Raum wird
unaufhörlich in einen gekerbten Raum übertragen und überführt; der gekerbte Raum
wird ständig umgekrempelt, in einen glatten Raum zurückverwandelt“. Nichts desto
trotz sind sie ganz klar theoretisch voneinander unterscheidbar.


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