THEORY

titel

„1440 – Das Glatte und das Gekerbte“

von
Deleuze, Gilles/ Guattari, Félix (1980)

—————————————————————-

Mit dem Verhältnis zwischen den im Raum befindlichen Menschen und der ihnen
gegenüberstehenden Ordnungssystematik beschäftigen sich Gilles Deleuze und Félix
Guattari in ihrem Buch „Tausend Plateaus“. Darin stellen sie einem „gekerbten Raum“,
der durch Grenzen und Reglementierungen bestimmt ist, den Raum der Sesshaften,
einen „glatten Raum“, der durch Offenheit bestimmt und grenzenlos ist, den Raum der
Nomaden entgegen. Der glatte Raum ist Grundlage für die Entwicklung der
Kriegsmaschinerie, während der Staatsapparat den gekerbten Raum schafft. Sie
existieren allerdings beide nur aufgrund ständiger Vermischung: „der glatte Raum wird
unaufhörlich in einen gekerbten Raum übertragen und überführt; der gekerbte Raum
wird ständig umgekrempelt, in einen glatten Raum zurückverwandelt“. Nichts desto
trotz sind sie ganz klar theoretisch voneinander unterscheidbar.

titel_KONZEPT_KESSING_MAeRZ

SOCIAL RELATIVITY

von Paula Kessing und Ruth März
—————————————————————-

EINE PERFORMATIVE UNTERSUCHUNG ZU GEORG SIMMEL

titel_gesele

VIDEORESEARCH

von Verena Gesele und Mirjam Wähnelt
 

titel_okko

P O T P O U R R I

von Peri de Bragança und Nora Okko

—————————————————————-
Hannah Arendt schreibt in ihrem Text „Der Raum des Öffentlichen und der Bereich des Privaten“ über die Entwicklung dieser Themen in verschiedenen zeitlichen und gesellschaftlichen Kontexten.
Ein Phänomen, das sie beschreibt, ist die Massengesellschaft.
Sie schreibt über die Verlassenheit und den Realitätsverlust der Menschen, der als Folge von Beziehungslosigkeit in dieser entsteht. Sie begründet dies damit, dass die Massengesellschaft nicht nur den öffentlichen sondern auch den privaten Bereich zerstört.
An dieses Phänomen möchten wir anknüpfen, da diese Art der Gesellschaftsform auch heute noch existiert und auch zukünftig noch existieren wird, wobei sie einer steten Weiterentwicklung unterliegt.

TITEL_B_r

Kurt Lewin – Kriegslandschaft

 
Hügel und Tal,
Die Grenze der Gegend,
rauchiger Stahl
verblichen im Nebel.

Die Landschaft formt den Raum,
obgleich das Erlebte
Ersichtlich scheint
oder doch in weiter Ferne bleibt.

Ein Gegenstand
in Frieden ummantelt,
bleibt doch ein Leben lang
im Gefecht verankert.

 
—————————————————————-

titel

GRENZEN

von Elisa Kania und Eva Zimmermanns
 
—————————————————————-
Ursprünglich definierten sich Städte durch ihre klaren Grenzen, die durch Mauern spürbar waren und gleichzeitig als undurchdringbar galten.
Im Laufe der Zeit verloren diese an Notwendigkeit, da Sie nicht mehr zum Schutz benötigt wurden. Dies ermöglichte eine Ausbreitung der Vorstädte, wodurch das menschliche
Empfinden, ab wann man sich in einer Stadt befindet, mehr und mehr verschwand.
Durch die Industrialisierung erweiterten sich auch die Handelswege.
Die Revolution des Transportwesens trug durch das ständige Durchqueren der städtischen Grenzen ebenfalls zu deren Auflösung bei.

LEAR_171220poem

W O R T E    Ü B E R    R Ä U M E

 


RSS