Im SS 25 und WS 25–26 stand die spielerische und zugleich kritische Auseinandersetzung mit Architektur und Gestaltung im Mittelpunkt der Lehre – unter dem Begriff PLAYTIMES.
Das Freihandzeichenseminar (SS 25) I HAD A DREAM lud dazu ein, persönliche Faszinationen für Architektur zeichnend, beobachtend und analysierend zu erkunden und individuelle Architekturutopien zu entwickeln. Durch den Einsatz von Stiften, Farben, Linol- und Digitaldrucktechniken sowie Tonobjekten entstanden narrative Kompositionen, die in einem persönlichen Buch mündeten – präsentiert in einer Abschlussausstellung unter dem Motto „Coffee and Books“.
Im Stegreif IDENTITÄT IM RAUM (SS 25) diente ein Foto vom Beaux-Arts Costume Ball 1931 – bekannt aus Rem Koolhaas‘ „Delirious New York“ – als Ausgangspunkt: Sieben New Yorker Architekten in Kostümen ihrer eigenen Wahrzeichen. Das Bild wurde zur Aufgabe: Kostüm als gebaute Vision, Architektur als Körper, Haltung als Entwurf.
Der Stegreif MOBILE ARCHITEKTUR IM URBANEN RAUM (SS 25) fragte nach innovativen Antworten auf Urbanisierung, Wohnraummangel und sozialer Teilhabe. Gestützt auf Henri Lefebvres „Produktion des städtischen Raumes“ und Ludger Gerdes‘ Trialektik von Platz, Kunst und Öffentlichkeit wurde Architektur nicht als gebaute Form, sondern als Medium gesellschaftlicher Interaktion verstanden – mobil, flexibel, niedrigschwellig.
PLAYABLE REALMS (Stegreif WS 25-26) widmete sich dem Spielen als Raum, Vorgang und Impuls. Ausgehend von der szenografischen Ausstellung CaccHho CucchhA der argentinischen Künstlerin Mercedes Azpilicueta im De Appel Amsterdam – die Spielen als Identitäts- und Gemeinschaftsbildung in den Vordergrund stellt – entwarfen die Studierenden Ensembles aus mindestens drei modularen, räumlich begehbaren und interaktiv bespielbaren Skulpturen. Im Zentrum: autotelisches Spielen nach Brian Sutton-Smith, bei dem der Prozess, nicht das Ziel, zählt.
Das Seminar IWZ – GRAFISCHE POSITIONIERUNGEN (WS 25-26) nahm das Interdisziplinäre Wissenschaftszentrum der TH Köln zum Anlass einer gestalterischen Stellungnahme. Zwischen Abriss und Erhalt, zwischen Institution und Utopie entwickelten die Studierenden ein Plakat (DIN A2) sowie drei Postkarten – poetisch, kritisch, distanziert oder emphatisch. Die Typografie als tragende Entwurfsentscheidung, das grafische Bild als eigenständige Position.
Rhiane Winter
Eine mobile, von spanischen „Persianas“ inspirierte Struktur, die Schatten spendet, den Wohnraum in den öffentlichen Raum erweitert und gemeinschaftliche Begegnungen im Stadtraum ermöglicht.
Lea Traue
Eine mobile Raumstruktur mit flexiblen Seitenarmen und einer festen Kabine, die sich unterschiedlichen urbanen Situationen anpasst und temporäre Rückzugs- sowie Begegnungsräume schafft.
Lilly Bärm
Ein leichtes, transportables Zeltsystem aus Rettungsdecken, das durch Luftstrom flexibel zwischen schwebendem Treffpunkt und geschützter temporärer Behausung im urbanen Raum wechselt.→
Isabell Weinstock
Ein modulares Ensemble skulpturaler Halb- und Volltonnen, das durch Kombinieren und Neuarrangieren immer neue räumliche Situationen und Beziehungen zwischen Körper, Material und Raum entstehen lässt→
Lena Spiekermann
Klassische, raumbildende Grundformen erzeugen durch Variation und gezielte Reizmomente komplexe räumliche Situationen
Lya Obert | SoSe25
Ein architektonisches Konzept für das Berliner Südkreuz wird als tragbares Kostüm interpretiert→
Stefanie Gebhart | SoSe25
Ein alltäglicher Gegenstand wird zum Ausgangspunkt einer Reise, auf der Beobachtung zu Raum, Raum zu Haltung und Haltung schließlich zu einer tragbaren Form wird.