Orte des Transits sind Zwischenräume, definiert durch die Bewegung der Menschen. Zunächst erscheinen sie belanglos, funktional und zweckgebunden — und doch gehören sie zu den aufgeladensten Orten des städtischen Alltags.
Im Wintersemester 2023/24 untersuchten Studierende unter Anleitung von Prof. Dr. Michel Müller und Johanna Terhechte Transiträume im urbanen Kontext: Wie kann man sich in einem solchen Raum aufhalten, während sich um einen herum alles weiter bewegt? Wie formt und verändert soziales Handeln diese Orte? Analytisch wie spekulativ arbeitend, erarbeiteten die Studierenden die Merkmale solcher Räume und suchten nach Möglichkeiten des Innehaltens, der Zusammenkunft und des Verweilens.
In einer eigenständigen künstlerischen Arbeit wählte jede*r Studierende einen eigenen Transitort — einen U-Bahn-Korridor, eine Hotellobby, einen Fahrstuhl, ein Foyer, eine Shopping Mall — und entwickelte ein experimentelles künstlerisches Projekt ohne bauliche Intervention. Leitend waren dabei die Fragen: Wie verändert Licht einen solchen Raum? Wie wirkt Zeit? Und was geschieht, wenn die Bewegung der Menschen selbst zum gestalterischen Mittel wird?
von Anne Kurenbach
„ Doch all dies trifft nicht auf diesen Ort zu.“
von Helena Kiraly
„ Transitorte laden zum verweilen ein oder bieten räumliche Qualitäten für den Durchquerenden. “
von Florian Baumann
„ ….Dadurch kann ein Raum klare Grenzen haben, genau so aber auch undefiniert sein.“