Isabell Weinstock
Ein modulares Ensemble skulpturaler Halb- und Volltonnen, das durch Kombinieren und Neuarrangieren immer neue räumliche Situationen und Beziehungen zwischen Körper, Material und Raum entstehen lässt
„Curved Constellations“ beschreibt ein Ensemble modularer, tonnenförmiger und halbtonnenförmiger Elemente, die sich zu immer neuen räumlichen Situationen zusammenfügen lassen. Jedes Objekt steht als skulpturale Form für sich, wird jedoch im Zusammenspiel Teil eines größeren Ganzen. Wie eine Konstellation aus Kurven und Segmenten entfalten die Module ihre Wirkung erst im Prozess des Kombinierens, Verschiebens und Neuarrangierens.
Die gebogenen Körper erzeugen Übergänge, Schwellen und Durchblicke. Je nach Positionierung können sie Raum öffnen, kanalisieren oder begrenzen und laden dazu ein, hindurchzugehen, sich hinein zu lehnen oder hindurchzukriechen. Die Halb- und Volltonnen schaffen differenzierte räumliche Atmosphären, mal geschlossen und höhlenartig, mal durchlässig und offen. Dabei bleibt der Maßstab stets auf die körperliche Erfahrung bezogen: Die Krümmung der Elemente folgt der Bewegung des Körpers und reagiert direkt auf Blickachsen.
Das Ensemble ist bewusst nicht funktional festgelegt. Seine Qualität entsteht im Spiel. In der Neugier, die die Formen auslösen, in den spontanen Handlungen, die sie initiieren. Durch Umstellen, Kippen, Stapeln oder Aneinanderfügen entstehen fortlaufend neue Beziehungen zwischen Körper, Material und Raum. „Curved Constellations“ versteht sich daher weniger als Objektgruppe und mehr als räumlicher Prozess: ein offenes System, das sich ständig verändert, neu erfindet und neu gelesen werden kann.


