von Anne Schömburg
„Die recht simple Komposition gewann enorm an Komplexität,… “
Einführung
Zu Beginn des Moduls Gestaltung erhielten wie Studierende die Aufgabe, drei Buchstaben aus dem Alphabet zu wählen und diese abstrahiert darzustellen. Dabei konnten sich spannende Ideen aus Aspekten wie Form, Bildsprache oder persönliche Verbindungen entwickeln, welche einen kreativen Gestaltungsprozess fördern konnten. Die Art und Weise, diese Buchstaben zu finden und festzuhalten, konnte dabei zeichnerisch, handwerklich oder fotografisch erfolgen.
Formfindung
Die Entscheidung für die Buchstaben X, Y und Z fiel aufgrund der Verbindung zum dreidimensionalen Koordinatensystem. Als nächsten Schritt habe ich mich mit Skizzen an verschiedene Entwürfe herangetastet, die sowohl mit der Form als auch mit der Bildsprache der Buchstaben spielte.
Der Buchstabe X viel mir bei meinen Ideen besonders auf, da er ein Spiel mit symmetrischen Spiegelachsen erlaubt. Die detaillierte Zeichnung wurde als nächstes simplifiziert, einfarbig schraffiert und freigestellt.
Zusammenarbeit
Gemeinsam mit den anderen Studierenden wurden die erstellen Formen nun in einen Kontext zueinander gebracht. Zusätzlich wurde das Papier geknickt und gefalzt, um ihm eine weitere Dimension zu geben.
Umsetzung in Ton
Um der Zeichnung Volumen zu geben, wurde sie in Ton umgesetzt. Mit diesem Material ließen sich leicht Wölbungen, Knicke oder
Höhen und Tiefen einbringen. Das Tonmodell wurde anschließend gebrannt und glasiert.
Modellbau mit experimentellen Materialien
Um das Tonmodell in eine räumlichere Form umzusetzen, wurde das florale Motiv stark verändert und vereinfacht. Mit dieser Abänderung startete der Modellbau mit diversen Materialien, von denen sich manche als mehr oder weniger ungeeignet für filigrane formen herausstellten. Mithilfe von Netzen und Gipsmullbinden wurde die Formfindung erweitert.
Modellbau mit experimentellen Materialien
Am geeignetsten für die zerbrechliche Bauweise stellte sich Draht und Lötzinn heraus. Damit ließ sich ein erstes Modell erstellen, welches stabil blieb.
Ausarbeitung der Form
Die weitere Ausarbeitung der Form erfolgte vorerst digital. Die recht simple Komposition gewann enorm an Komplexität, indem die exakt selbe Form umgedreht und um 45° versetzt auf die bereits vorhandene Struktur gesetzt wurde. Da das Drahtmodell nur bedingt die Ausbildung einer Form zuließ, wurde ein weiterer Dummy aus Foamboard gebaut. Dieser konnte die Form deutlich zeigen, war aber sehr weich und nicht formstabil. Daraufhin wurde geplant, das finale Modell mithilfe eines 3D Druckers zu erstellen.
Modellbau im 3D Drucker
Der Druck war so geplant, dass sich das Modell danach wie ein 3D Puzzle einfach zusammenstecken lässt. Zur Oberflächenbearbeitung wurde der Druck mit Sprühfüller lackiert, geschliffen und gestrichen






